Prägespaltwahlvorrichtung

Kurzbeschreibung für die Prägespalt-Wahlvorrichtung (kurz PSWV)

Prgespaltwahlvorrichtung

Hauptteil:

Die PSWV wird an der Position der jetzigen Spalteinstellvorrichtungen angebracht, d. h. wie gewohnt rechts und links zwischen den Lagersteinen.

Im Wesentlichen besteht die PSWV pro Seite aus sieben Teilen:

  • eine untere Befestigungsplatte
  • ein unteres Distanzstück
  • eine obere drehbare Distanzplatte
  • vier obere Distanzstücke

Zusätzlich zu diesen Teilen sind noch Kleinteile zur Befestigung und Positionierung der einzelnen Wahlstufen notwendig.

Funktion:

Die untere Distanzplatte (Nr. 1) wird mittig mit dem vormontierten Distanzklotz (Nr. 2) zwischen die Lagersteine auf die Lagersteinfläche der unteren Walze montiert. Die Höhe der Distanz wird durch den Distanzklotz, der Distanzplatte und den Distanz-blechen den ermittelten rechnerischen Werten angepasst.

Die obere drehbare Distanzplatte (Nr. 4) wird ebenfalls zwischen die Lagersteine, jedoch auf die obere Lagersteinfläche montiert. Diese Platte ist so positioniert, dass sich die vormontierten Distanzklötze beider Platten (Nr. 2 und Nr. 5) gegenüber-stehen. Auf der drehbaren Distanzplatte sind jedoch vier oder mehr Distanzklötze angebracht, die alle eine unterschiedliche, voreinstellbare Höhe haben. Die notwendige Höhe der einzelnen Distanzklötze wird ebenfalls grob rechnerisch ermittelt und durch Unterlegen der Passbleche (Nr. 3) erreicht.  Eine Feineinstellung erfolgt bei der Inbetriebnahme der Walzen vor Ort. Dabei wird für jede Distanzplatte eine individuelle Höhe/Prägespalt ermittelt und anhand der wie vor beschriebenen Passbleche fest eingestellt.

Die einzelnen Positionen der unterschiedlich hohen Distanzklötze werden durch das Verdrehen der Platte erreicht, d. h. jede Position wird durch das Einrasten eines Raststiftes (Nr. 101) bestimmt. Die Platte, die um die Befestigungsschraube (Nr. 204) drehbar ist, wird durch ein Federpaket (Nr. 203) fest auf den Lagerstein gedrückt. So ist gewährleistet, dass das System spielfrei funktioniert.

Die Anzahl der Verstellmöglichkeiten wird einerseits durch den zur Verfügung stehenden Platz, und andererseits durch das zu prägende Material bestimmt. Eine Verstellung ist nur innerhalb der Grenzen möglich, die das Verstellen des Spaltes ohne Korrektur der Rapporträder zulassen. Der Wert liegt bei ca. 0,05 – 0,06 mm und entspricht auch der notwendigen Spaltverstellung bei einem Wechsel zwischen zwei-, drei- und vierlagigem Material.